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Erschöpfung bei Frauen

Erschöpfung bei Frauen

26. Januar 2010 21:101 comment

Stress und seine Folgen

Stress kann von positiver oder negativer Natur sein. Bei positivem Stress kommt es sogar zu einer Leistungssteigerung, während negativer Stress zu Ermüdungserscheinungen bis hin zum Burn Out Syndrom führen kann. Stress kann von äußeren sowie inneren Faktoren verursacht werden.

Positiver Stress

Die Stresserscheinungen wie zum Beispiel ein erhöhter Muskeltonus, die Ausschüttung von Adrenalin und eine gesteigerte Handlungsbereitschaft, sollten unsere Vorfahren auf die Flucht aus gefährlichen Situationen vorbereiten. Deswegen wird bei den meisten Menschen das Leistungsvermögen durch leichten, anregenden Stress gesteigert. Denn die Aufmerksamkeit ist durch das Adrenalin erhöht und das Konzentrationsvermögen befindet sich auf seinem höchsten Stand. Auf Dauer schadet dieser Zustand von Anspannung jedoch.

Denn der Körper braucht nach einer Phase des Stress, auch wieder eine Phase der Entspannung. Unsere Vorfahren konnten durch das Rennen bei der Flucht oder den Kampf Adrenalin wieder abbauen. Wer Stress also als etwas Positives empfinden möchte, sollte im Alltag auf regelmäßige Bewegung setzen. Denn somit wird das Adrenalin in Muskelarbeit umgesetzt und abgebaut. Der Körper kann wieder in einen Entspannungszustand übergehen.

Negativer Stress

Negativer Stress wurde ursprünglich von dem österreichisch-kanadische Forscher Hans Selye als Disstress bezeichnet und in die Psychologie eingeführt. Dauert Stress an und das ausgeschüttete Adrenalin wird nicht wieder abgebaut, liegt ein erhöhter Erregungszustand vor.

Dieser kann unter anderem zu Verspannungen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen führen. Folgeerkrankungen von ungesundem, andauernden Stress können das Burn Out Syndrom sowie Herz-Kreislauf-Beschwerden und Organerkrankungen sein.

Stressbegünstigende Faktoren

Äußere Faktoren die den menschlichen Körper unter Stress setzen, sind Mobbing und Stress am Arbeitsplatz, ein Überangebot an Reizen oder Lärm. Vor allem Frauen leiden schnell an Erschöpfungszuständen, wenn sie in Beruf und Familie voll eingespannt sind. Zu den inneren Faktoren, die Stress verursachen, zählen negative Denkmuster oder perfektionistische Anforderungen an sich selbst. Ein schwaches Selbstwertgefühl, Angst vor Ablehnung oder Verantwortung können weitere innere Faktoren sein, die Stress bedingen.

Maßnahmen gegen Stress

Besonders wichtig sind positive Denkmuster, damit man auch in schwierigen Situationen den Kopf bewahrt. Man sollte sich außerdem seine positiven Seiten vor Augen führen und im Alltag für Entspannung sorgen.

Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft, ein erholsames Bad oder ein Telefonat mit einem lieben Freund können den Körper entspannen. Wer außerdem öfter mal „Nein!“ sagt und an sich selbst denkt sowie ein Lächeln auf den Lippen trägt, kann dem Stress die Stirn bieten. Wer Präparate zur Beruhigung sucht, sollte zu pflanzlichen Arzneimittel wie Baldrian Tropfen oder Johanniskraut Dragees greifen. Yoga und autogenes Training sind ferner hilfreiche Ansätze zur aktiven Entspannung.

Letzte Aktualisierung am 2. Dezember 2016.

1 Comment

  • Sabine

    Hallo!

    Ich wollte einmal fragen, ob es eine Statistik oder einen wissenschaftlichen Beleg dafür gibt, dass Frauen öfter unter Stress stehen, sich überlastet fühlen oder auch öfter am Burn Out syndrom erkranken. Eventuell ist es ja auch so, dass Frauen sich selbst und auch ihren Mitmenschen die Belastung eher eingestehen und die Erkrankungen bei Männern daher scheinbar viel niedriger ist?

    Wie verteilen sich die stressbedingten Erkrankungen generell auf die Geschlechter?

Burnout-Syndrom