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Burnout-Syndrom - Hilfe, ich brenne aus!

In den 1970er entstand der Begriff "Burn Out Syndrom" und beschreibt damals wie heute den Zustand der emotionalen Erschöpfung. Der Begriff Burn-Out-Syndrom wurde durch den Psychologen Herbert Freudenberger geprägt. Freudenberger fiel auf, dass insbesondere Menschen in sozialen Berufen überdurchschnittlich oft krankgeschrieben wurden. Lehrer, Ärzte, Sozialarbeiter und ähnliche Berufsgruppen waren der anstrengenden Arbeit und den eigenen Ansprüchen und Erwartungen nicht mehr gewachsen und "brannten aus". Sie fühlen sich ausgebrannt? Lesen Sie mehr und erfahren Sie, ob die Diagnose Burnout auch auf Sie zutreffen könnte und welche Behandlung für Sie möglicherweise die richtige ist!

Burnout beschreibt den Zustand "Ausgebranntsein". Es handelt sich hierbei um eine emotionale und geistige Erschöpfung des Betroffenen, die Leistungsfähigkeit ist dauerhaft und nachhaltig eingeschränkt, der Patient fühlt sich antriebslos und ausgebrannt. Die Entwicklung bis zum Burnout kann bis zu mehreren Jahren dauern. Wichtig ist der Unterschied zu einem kurzzeitigen, vorübergehenden Leistungstief. Wer kennt das Gefühl nicht, wenn man beruflich und familiär gerade eine anstrengende Zeit hinter sich hat und auch gesundheitlich etwas angeschlagen ist. In diesem Fall hilft Ruhe, um sich vom Stress zu erholen und zur alten Form und Gesundheit zurückzufinden. Wenn Sie am Burn Out Syndrom leiden hilft Ihnen das jedoch nicht, Sie brauchen professionelle Hilfe, möglicherweise eine Burnout Therapie im Rahmen einer Psychotherapie!

Es sind vor allem Menschen gefährdet, die das Wohl anderer Menschen vor das eigene stellen und ihrem Beruf mit Leidenschaft nachgehen. Gefährdet sind beispielsweise Lehrer, die stets versuchen den Anforderungen von Schülern, Eltern und Kollegen gerecht zu werden. Neben dem Lehren und dem Vorbereiten der Unterrichtsstunden kümmern sich Lehrer oft noch aufopferungsvoll um individuelle Probleme der Schüler. Doch nicht nur Lehrer sind Burn-Out Syndrom gefährdet, jeder kann am Burn Out Syndrom erkranken. Neben beruflichem Stress können auch Probleme in der Familie zu den Ursachen für eine Burnout Erkrankung gezählt werden.

Die Krankheit entwickelt sich meist über einen längeren Zeitraum - die Motivation im Beruf und das soziale Engagement wechseln fließend zum Gegenteil über, bis soziale Isolation, Resignation und Depressionen den Alltag überwiegen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt treten warnende Symptome auf, die unbedingt ernst genommen werden sollten. Eine Einteilung der Krankheit in verschiedene Phasen ist allgemeingültig nicht möglich. Chronische Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Alkohol als Trost können Anzeichen für das Burn Out Syndrom sein. Körperliche Beschwerden werden häufig durch eine Depression begleitet, dieses seelische Leiden ist typisch für psychische Erkrankungen, zu denen das Burnout-Syndrom gezählt wird. Der seelischen Belastung einer Depression kann ohne Hilfe niemand dauerhaft standhalten.

Bevor eine Burnout Syndrom Therapie begonnen werden kann, sollte der Erkrankte erkennen, dass er dringend Hilfe benötigt. Der Betroffene muss anfangen das Thema Burnout-Syndrom ernst zu nehmen und sich bewusst machen, dass die Störungen das Leben dominieren. Außerdem muss die Bereitschaft vorhanden sein, das Leben komplett zu ändern. Nur so können Burnout Patienten langfristig wieder ins Gleichgewicht finden und das Leben genießen.

Der erste Schritt zur Genesung ist das Gespräch mit einem Arzt - scheuen Sie den Kontakt nicht. Der Hausarzt ist hier die richtige Adresse, er wird Sie entsprechend zu einem Facharzt überweisen. Die Medizin kann Burnout Patienten medikamentös und therapeutisch sehr gut helfen. Sie müssen sich nicht verstecken, das Krankheitsbild Burnout-Syndrom wird heute sehr gut akzeptiert, es ist absolut gesellschaftsfähig, Bestandteil unserer Kultur.

Die Unternehmen wissen mittlerweile um den Wert ihrer Mitarbeiter, jeden einzelnen Arbeitsplatz gilt es nachhaltig mit qualifizierten Mitarbeitern zu besetzen. Die Unternehmen stecken sich selbst hohe Ziele: Niemand soll ausbrennen oder stressbedingt schlechte Arbeit leisten, Belastungen werden entsprechend den Charakterprofilen der Mitarbeiter verteilt. Im Umgang mit den Mitarbeitern hat sich vieles geändert, der Einsatz vieler Unternehmen ist löblich. Viele Unternehmen verfügen mittlerweile über Sportangebote - Sport ist ein wichtiger Teil bei der Burnout Prävention. Nur selten finden Burnout-Syndrom gefährdete Menschen einen besseren Ausgleich als den Sport. Und Sie selbst können auch aktiv gegen das Ausbrennen anarbeiten. In den Momenten, wo die Überforderung Sie übermannt können Sie gezielt Pause machen - seien Sie stark, nehmen Sie sich die Zeit und machen eine kleine Pause und lesen beispielsweise einmal ein Buch. Wenn Sie sich Zeit für sich nehmen, laufen Sie keine Gefahr am Burnout Syndrom zu erkranken. Sollten Sie ständig unter Strom stehen und bereits merken, wie Sie ausbrennen und Ihre Leistung abnimmt, scheuen Sie den beruflichen Umbruch nicht. Ihre Gesundheit geht vor!

Der Burnout-Test wird in Kürze hier verfügbar sein.

Neues Anti-Stress-Gesetz soll Burnout vorbeugen

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Es ging gerade durch die Presse: Immer mehr Arbeitnehmer schlucken Aufputschmittel um den Anforderungen der Arbeitgeber gerecht zu werden. Die Idee, leistungsfähig zu sein und so den Arbeitsplatz zu sichern, ist sicherlich verständlich. Jedoch entwickelt sich sich gelegentliche Doping am Arbeitsplatz oftmals zur Sucht. Wer am Arbeitsplatz Aufputsch- und leistungsfördernde Präparate zu sich nimmt, ist durchschnittlich dreimal so lange krankgeschrieben wie Arbeitnehmer, die aus anderen Gründen arbeitsunfähig sind.

2. September 20132 KommentareAlles lesen!
Interview: Rechte und Pflichten von Arbeitnehmern mit Burnout

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Erfreulicherweise hat sich die Kanzlei AfA Rechtsanwälte bereit erklärt, uns einige Fragen zum Thema Arbeitsrecht, insbesondere zum Thema Burnout, zu beantworten. Die Fragen wurden von burn-out-syndrom.org gestellt und von Nadja Häfner-Beil beantwortet.

9. Juli 2013Kommentarfunktion deaktiviert.Alles lesen!
Studenten: Burnout-Syndrom tritt immer öfter auf

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Der Spiegel veröffentlichte am 26.02.2012 unter dem Titel Expertenbefragung: Studenten leiden zunehmend an Burnout-Symptomen einen Artikel, der „burnoutähnliche Symptome“ auf den steigenden Leistungs- und Konkurrenzdruck zurückführt.

Ursache sei die Umstellung vom Diplom-System zum Bachelor-Master-System. Um hier eine tendenzielle Aussage machen zu können, wurden im Rahmen einer Diplomarbeit Psychologen von Studentenwerken befragt. Das Ergebnis dieser Umfrage ist, dass Studenten im Vergleich zu früher vermehrt zu Stresszuständen, Überlastungen und psychischen Erschöpfungszuständen neigen.

28. Februar 2012Kommentarfunktion deaktiviert.Alles lesen!
Erschöpfung bei Frauen

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Stress und seine Folgen

Stress kann von positiver oder negativer Natur sein. Bei positivem Stress kommt es sogar zu einer Leistungssteigerung, während negativer Stress zu Ermüdungserscheinungen bis hin zum Burn Out Syndrom führen kann. Stress kann von äußeren sowie inneren Faktoren verursacht werden.

26. Januar 20101 KommentarAlles lesen!
Chronische Erschöpfung

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Die chronische Erschöpfung ist eines der vielen Symptome des Burn Out Syndroms. Nicht zu verwechseln ist das Symptom mit einer speziellen Krankheit, dem Erschöpfungssyndrom (englisch: Chronic-Fatigue-Syndrom, kurz CFS), einer speziellen Form des Burn Out Syndroms.

18. Januar 2010Kommentarfunktion deaktiviert.Alles lesen!
Lehrer: Burn Out Syndrom

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Wie in den Basisinformationen (Ursachen für das Burn Out Syndrom) auf dieser Seite beschrieben tritt das Burn Out Syndrom besonders häufig in den helfenden Berufen und Berufen mit sozialer Arbeit auf. Auf welchen Beruf trifft das eher zu als auf den Beruf des Lehrers?

25. Dezember 2009Kommentarfunktion deaktiviert.Alles lesen!
Burnout-Syndrom