Burn Out Syndrom - Informationen zur Krankheit
In den 1970er entstand der Begriff "Burn Out Syndrom" und beschreibt damals wie heute den Zustand der emotionalen Erschöpfung. Der Begriff Burnout wurde durch den Psychologen Herbert Freudenberger geprägt. Freudenberger fiel auf, dass es insbesondere bei Berufen, in denen das soziale Umfeld eine große Rolle spielt, es überdurchschnittlich oft zu einer Krankschreibung kam. Lehrer, ärzte und Sozialarbeiter waren der anstrengenden Arbeit und den Ansprüchen an das eigene Engagement nicht mehr gewachsen und "brannten aus".
Burnout beschreibt genau diesen Krankheitszustand des "ausgebrannt sein", es handelt sich hierbei um eine emotionale und geistige Erschöpfung des Betroffenen. Wichtig ist der Unterschied zu einem kurzzeitigen Leistungstief. Wer kennt das Gefühl nicht, wenn man beruflich und familiär gerade zwei schwere Wochen hinter sich hat und auch gesundheitlich etwas angeschlagen ist. In diesem Fall bringt Sie etwas Ruhe wieder auf die Beine. Wenn Sie am Burn Out Syndrom leiden hilft Ihnen das jedoch nicht, Sie brauchen professionelle Hilfe!
Also sind vor allem Menschen gefährdet, die das Wohl anderer Menschen vor das eigene Wohl stellen und ihrem Beruf mit Leidenschaft nachgehen. Besonders Burn Out Syndrom gefährdet sind beispielsweise Lehrer, die stets versuchen den Anforderungen von Schüler, Lehrern und Kollegen gerecht zu werden. Neben dem Lehren, dem Vorbereiten kümmern sich Lehrer oft noch aufopferungsvoll um individuelle Probleme der Schüler. Doch nicht nur Lehrer sind Burn Out Syndrom gefährdet, jeder kann am Burn Out Syndrom erkranken. Neben beruflichem Stress können auch Probleme in der Familie zu den Ursachen für eine Burnout Erkrankung gezählt werden.
Die Krankheit entwickelt sich meist über einen längeren Zeitraum - die Motivation im Beruf und das soziale Engagement wechseln fließend zum Gegenteil über, bis soziale Isolation, Resignation und Depressionen den Alltag überwiegen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt kommt es dann auch zu Warnsymptomen, die unbedingt ernst genommen werden sollten. Chronische Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Alkohol als Trost sind ein klares Anzeichen für das Burn Out Syndrom.
Bevor eine Burn Out Syndrom Therapie begonnen werden kann, sollte der Erkrankte erkennen, dass er dringend Hilfe benötigt. Außerdem muss die Bereitschaft vorhanden sein, das Leben komplett zu ändern. Nur so können Burnout Patienten langfristig wieder im Gleichgewicht leben und das Leben genießen.